Winter-Check: Ist ihr Auto bereit für die kalte Jahreszeit?

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Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Der Sommer/Herbst 2016 neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Damit beginnt für ihr Auto die schwierigste Zeit des Jahres. Temperaturen nahe am oder deutlich unter dem Gefrierpunkt, Feuchtigkeit und Salz, sie alle setzten dem Kfz zu. Damit ihr Auto gut durch den Winter kommt, haben wir eine Checkliste zusammengestellt, die die wichtigsten Dinge zur kalten Jahreszeit beleuchtet.

Winter-Checkliste

  1. Frostschutz – Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist Auto fahren nicht nur für den Fahrer eine Herausforderung. Auch am Fahrzeug selber können die Temperaturen erhebliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Entsprechende Vorkehrungen sollte man treffen.
    • Ist genügend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage vorhanden? Fehlender Frostschutz kann zu Sichtbeeinträchtigungen führen. Zudem ist die Verwendung in Deutschland seit 2006 gesetzlich vorgeschrieben.
    • Der Frostschutz im Kühlwasser sollte ebenfalls überprüft werden. Nichts ist ärgerlicher als eingefrorenes Kühlwasser, zumal teuere Schäden am Motor drohen.
  2. Batterie – Die Leistung einer Autobatterie nimmt mit sinkender Temperatur ab, weil die elektrochemischen Prozesse langsamer ablaufen. Gerade bei älteren Exemplaren kann dies dazu führen, dass der Anlasser nicht mehr mit ausreichend Strom versorgt wird. Das Auto startet nicht.
    • Ein Alarmsignal ist es, wenn das Auto schon bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt nur wiederwillig und unter stottern startet. In diesem Fall sollte die Batterie in einer Werkstatt überprüft werden.
  3. Reifen – Seit dem Jahr 2010 ist in Deutschland festgeschrieben, dass Autoreifen bei winterlichen Witterungsbedingungen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte die Anforderungen der Richtlinie 92/23/EWG erfüllen müssen. Umgangssprachlich spricht man von der Winterreifen-Pflicht. Reifen mit M+S-Kennzeichnung erfüllen diese Anforderungen.
    • Die Winterreifen sollten vor dem Reifenwechsel auf ausreichend Profil überprüft werden. Es muss mindestens 4 mm betragen.
    • Es ist ratsam sich rechtzeitig um einen Termin zum Reifenwechsel zu kümmern. So lassen sich lange Wartezeiten vermeiden.
  4. Karosserieabdichtungen – Zugefrorene Türen sind lästig. Gerade wenn es kalt ist, will man so schnell wie möglich in den geschützten Innenraum des Autos. Die Gefahr, dass eine Tür im Winter zufriert, lässt sich mit einfachen Mitteln verringern.
    • Spezielle Silikonpflegemittel sorgen dafür, dass Dichtungen im Winter nicht spröde werden und nicht so schnell einfrieren. Säurefreie Vaseline erledigt den Job ebenfalls sehr zuverlässig.
  5. Lack – Der Lack sieht sich in den Wintermonaten vor allem durch aggressives Streusalz stetiger Belastung ausgesetzt. Dem lässt sich mit einer vorsorglich aufgetragenen Hartwachsschicht entgegenwirken.
    • Tiefe Kratzer sollten am besten noch vor dem Winter ausgebessert werden. Das Streusalz erhöht das Risiko von Rostschäden ansonsten dramatisch.
  6. Winter-Equipment – Eine Winterausrüstung sollte in der kalten Jahreszeit in keinem Auto fehlen. Dazu gehören Schneebesen, Eiskratzer, Türschlossenteiser, Enteisungsspray für die Scheibe. In manchen Regionen empfehlen sich auch Schneeketten. Eine Abdeckplane für die Frontscheibe erspart lästiges Eiskratzen.

Fazit

Ist jeder Punkt der Checkliste abgehakt, dann ist das Auto gut für den Winter vorbereitet. Wer allerdings wirklich sicher gehen will, kann in einer Werkstatt einen Winter-Check durchführen lassen. Dabei wird das Auto komplett durchleuchtet und auf die Wintertauglichkeit geprüft. So lässt sich am besten sicher stellen, dass man an einem kalten Winterabend nicht irgendwo auf der Autobahn liegen bleibt.

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