Autobatterie im Winter: Aus diesen Gründen kommt es zum Versagen

Quelle: BruceEmmerlin @pixabay CC0

Jeder Autofahrer kennt diese Situation. Es ist Winter. Das Auto lässt sich nur mit vor Kälte schmerzenden Fingern von Eis und Schnee befreien. Nach 15 Minuten sind Fahrzeug und Fahrer startbereit und dann gibt der Anlasser nur ein klägliches stottern von sich. Der Grund für das Nichtanspringen des Autos ist häufig schnell gefunden. Es ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle die Autobatterie.

Warum kommt es im Winter gehäuft zum Versagen der Starterbatterie und was ist zu unternehmen, um die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls so klein wie möglich zu halten? Diesen beiden Fragen widme ich mich in diesem Artikel.

Funktionsweise der Autobatterie

Bei Autobatterien handelt es sich um Bleiakkumulatoren. Ein Akkumulator ist in der Lage elektrische Energie in chemische Energie umzuwandeln und so zu speichern. Dies geschieht durch das Aufladen. Wenn ein Verbraucher an den Akku angeschlossen wird, wandelt sich die chemische Energie wieder in nutzbare elektrische Energie um.

Quelle: Henry Mühlpfordt unter CC BY-SA 3.0
Quelle: Henry Mühlpfordt unter CC BY-SA 3.0

Bei einer Autobatterie dient Blei/Bleioxid als Elektrodenmaterial und 37-prozentige Schwefelsäure als Elektrolyt. Eine Autobatterie besteht immer aus mehreren Akkuzellen. In der Abbildung ist der chemische Aufbau einer Akkuzelle zu sehen. Die chemische Energie wird in Form von Blei und Blei(IV)-oxid gespeichert. Ist ein Verbraucher angeschlossen, bildet sich Blei(II)-sulfat. Beim Lade- und Entladevorgang läuft demnach die folgende Reaktion ab:

Pb + PbO2 + 2 H2SO4 <> 2 PbSO4 + 6 H2O

Wird die Gesamtreaktion nach rechts gelesen, beschreibt sie den Entladevorgang, nach links gelesen den Aufladevorgang. Bei der Entladung wird Energie freigesetzt und für die Aufladung wird Energie benötigt.

3 Versagensursachen der Autobatterie im Winter

Dass die Autobatterie besonders im Winter versagt, hat drei Gründe, die alle mit den niedrigeren Temperaturen zusammenhängen. Zum einen ist der Innenwiderstand bei kaltem Wetter erhöht. Dadurch kommt es zu einem stärkeren Spannungsabfall. Es steht bei konstanter Last weniger Kapazität zur Verfügung.

Die zweite Versagensursache ist, dass chemische Reaktionen bei niedrigen Temperaturen langsamer ablaufen. Beim Starten kommt es dadurch zu einer geringeren Energiefreisetzung. Gleichzeitig verläuft der Ladevorgang durch die Lichtmaschine während der Fahrt langsamer. Aus diesem Grund sind besonders kurze Fahrten im Winter eine Herausforderung für die Starterbatterie.

Die ersten beiden Ursachen lassen sich nur schwer beeinflussen. Auf die Dritte hat der Fahrer jedoch direkten Einfluss. In der kalten Jahreszeit ist der Strombedarf durch die Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Licht usw. im Durchschnitt höher als im Sommer. Die Batterie wird stärker belastet. Je weniger Energie zur Verfügung steht, desto schwerer fallen die ersten beiden Ursachen ins Gewicht.

Versagenswahrscheinlichkeit minimieren

Springt das Auto einmal nicht an, hilft meistens nur der Pannendienst oder Starthilfe von einem behilflichen Autofahrer. Damit es gar nicht so weit kommt, gilt es die Batterie vor dem Winter zu überprüfen.

Ist der Füllstand des Elektrolyten hoch genug? Sind die Pole verkrustet? Wie alt ist die Batterie? Gab es bereits im Herbst Probleme mit dem Anlassen?

Sollte die Antwort auf eine oder mehrere dieser Fragen negativ ausfallen, ist es ratsam, die Autobatterie von einem Fachmann checken zu lassen. Im Rahmen einer Winterinspektion wird routinemäßig auch die Batterie überprüft. Eine solche Inspektion lässt sich bequem von zu Hause aus auf Caroobi* zum Festpreis vereinbaren.

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